Ooze

Das Tandemprojekt Ooze entwickelte ein Raumluftobjekt zur Befeuchtung von Innenräumen. Mit Hilfe eines auf Feuchtigkeit reagierenden Biholzes kann das Objekt dem Umfeld mitteilen, falls Wasser nachgefüllt werden muss.

Grundlage des Projektes ‹Ooze› bildet eine aktive Holzschindel, die am Institut für Baustoffe der ETH Zürich entwickelt wurde. Diese macht sich die natürlichen Materialeigenschaften zu Nutze, indem sie das Schwinden und Quellen von Holz bei Feuchtigkeitsänderungen in eine Formänderung überführt.

Simon Camenzind, Manuel Rossegger (beide Bachelor, ZHdK) und Florian Künzli (Bachelor, ETHZ) haben in einer breiten Ideenphase das Potential von Bihölzern ausgelotet und schliesslich die passiven Luftbefeuchter ‹Ooze Home› und ‹Ooze Office› entwickelt. Diese liefern speziell in den Winter monaten einen entscheidenden Beitrag zur Feuchtigkeitsregulierung und somit zum Wohlbefinden in Innenräumen. Gleichzeitig visualisieren sie durch die sich öffnenden Biholz-Lamellen die aktuelle relative Luftfeuchtigkeit und machen diese intuitiv erfahrbar.

Shinook

Das Tandemprojekt Shinook entwickelte ein nachrüstbares Produkt für Heizkörper, welches den Betrieb einer Wärmepumpe ohne den Austausch der Radiatoren ermöglicht. Das System aus Ventilatoren und einer wirbelerzeugenden Abdeckung verdoppelt die Wärmeabgabe.

Beim Einbau einer Wärmepumpe in ältere Gebäude müssen normalerweise sämtliche Radiatoren entfernt und durch effizientere Modelle ersetzt werden, welche auch bei einer tieferen Heizwassertemperatur genügend Wärme an den Raum abgeben. Dieser Umbau ist mit enormen baulichen Massnahmen und hohen Investionskosten verbunden.

In Kooperation mit der Firma BS2 AG haben Philipp Bühler (Bachelor, ZHdK) und Sarina Vetter (Master, ETHZ) eine modulare Erweiterung für alte Radiatoren entwickelt, die deren Effizienz erheblich steigert.
Somit können diese bei einer tieferen Vorlauftemperatur betrieben werden. Mittels geräuschloser Ventilatoren und einer wirbelerzeugenden Abdeckung wird die Wärmeabgabe deutlich erhöht.

Dieses Projekt wurde für den international renommierten Design-Wettbewerb "James Dyson Award 2015" nominiert.

MRI Headrest

Das Tandemprojekt MRI Headrest entwickelte eine Helmvorrichtung für MRI Messungen, welche mittels einer Vakuumfixierung den Kopf des Patienten sicher und gleichzeitig angenehm stabilisiert. Die Qualität der Aufnahmen konnte hierdurch markant verbessert werden.

Moderne Magnetresonanz-Scanner versprechen eine immense räumliche Auflösung für die medizinische Bildgebung. Aufgrund unvermeidbarer Bewegungen der Patienten können diese technischen Möglich­keiten jedoch oftmals nicht ausgeschöpft werden.

In ihrer Abschlussarbeit haben sich Michael Kennedy (Bachelor, ZHdK) und Mark Pfänder (Bachelor, ETHZ) gemeinsam mit dem Universitätsspital Zürich die Aufgabe gestellt, die genauen Ursachen von Kopfbewegungen zu ermitteln und davon ausgehend ein Produkt zu entwickeln, das diese auf bis zu 0.8mm verringert.

Sie erhoben die Befindlichkeit der Patienten zum einzigartigen Kriterium und entwickelten einen dynamischen Helm, basierend auf einem Vakuum-Kissen, das sich jeder beliebigen Kopfform anpasst und schliesslich das Eigengewicht des Kopfes zur Stabilisierung nutzt.

Dieses Projekt wurde für den international renommierten Design-Wettbewerb "James Dyson Award 2015" nominiert.

Kind Dermatome

Die im Operationssaal verfügbaren Geräte zur Hauttransplantation sind für den Einsatz bei Kindern ungeeignet. Zu gross, zu schwer und unhandlich. Halldór Einarsson (Bachelor, ETH Zürich) und Patrick Heutschi (Bachelor, ZHdK) haben sich diesem Problem angenommen und gemeinsam mit dem Kinderspital Zürich ein neuartiges Produktkonzept entwickelt.

Die verstellbare, rotierende Ringklinge ermöglicht dem Arzt erstmals das Folgen von kurvigen Wund­konturen, ohne dabei gesundes Gewebe zu tangieren. Die durchdachte Ergonomie des Griffes erleichtert sowohl Führung wie auch die Wartung des Instrumentes.

Dieses Projekt wurde für den international renommierten Design-Wettbewerb "James Dyson Award 2015" nominiert.

Das Tandemprojekt Kind Dermatom entwickelte ein Operationswerkzeug, welches speziell für die Anforderungen von Hauttransplantationen von Kindern angepasst wurde. Das Instrument ermöglicht ein sichereres und effizienteres Arbeiten.

Kontakt

Lisa Ochsenbein, Moritz Mussgnug, Kontakt, Design Technology Lab